Fachbegriffe

Triangulierung

Der Begriff der Triangulierung wird in den verschiedenen Disziplinen unterschiedlich gebraucht.
In der Psychologie und Psychoanalyse beschreibt er das Hinzutreten eines bedeutungsvollen Dritten in die bisherigen Beziehungen. Hierzu gehört der Begriff der „frühe Triangulierung“ nach Ernst Aeblin (1971). Er bezieht sich auf die Rolle des Vaters im frühen Kindesalter. Hier steht der Vater dem Kind im Individuierungsprozess als triangulierender Dritter zur Verfügung und hilft ihm, sich aus der symbiotischen Beziehung (Diade) zur Mutter abzulösen. Nach neuen Konzeptualisierungen wird der Vater als gleichwertig neben der Mutter gesehen und die Triade als eine Urform menschlicher Beziehungsmuster. Auch die Eingewöhnung in Krippe/Kita bedeutet eine solche Triangulierung, denn die Erzieherin tritt als neue wichtige Bezugsperson in das Leben des Kindes. Diese Veränderung verlangt von den Partnern jeweils eine feinfühlige Abstimmung im Zusammenwirken. In der systemischen Therapie/Familientherapie hat „Triangulierung“ eine andere Bedeutung und meint die Delegierung eines Konfliktes zwischen zwei Personen an eine dritte (unbeteiligte) Person.

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