Fachbegriffe

Autonomiephase

Die Autonomiephase wird auch Trotzphase genannt und ist eine wichtige Phase in der Entwicklung der Persönlichkeit: Mit ca. 2-3 Jahren werden Kinder immer selbstständiger und entdecken ihr ich. Sie können bewusst „nein“ und „ich will“ sagen und setzen ihr Anliegen dementsprechend durch. Dabei sind sie noch stark ich-bezogen. Die Kinder sind erstmals in der Lage, sich Handlungsziele vorzustellen. Dabei sind sie sehr motiviert und emotional engagiert. Erreichen sie ihr Ziel nicht, haben sie keine Handlungsalternativen und ein „Zusammenbruch“ erfolgt. Diese Phase ist für Eltern und Erzieherinnen insgesamt anstrengend. Die Kinder erproben ihren eigenen Willen und erfahren dabei, wann sie sich durchsetzen können und wann sie an Grenzen stoßen. Die Kinder schreien, toben, weinen und lassen sich auf den Boden fallen, halten die Luft an etc. Scheuen Erziehende allerdings die Auseinandersetzung, so provozieren sie noch mehr Trotzverhalten - so lange, bis ein Kind seinen Spielraum und seine Grenzen kennt. Ein demokratischer Erziehungsstil (mit Wertschätzung, Respekt, emotionaler Zuwendung und Achtung, aber auch klaren Forderungen und Grenzsetzungen) helfen den Eltern, zusammen mit dem Kind die Trotzphase zu überwinden.

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